Mit Frauen auf den vorderen Listenplätzen und einer hohen Anzahl jüngerer Kandidaten startet die CDU in den Kommunalwahlkampf.



Von Thomas Loisl Mink

Mit Frauen auf den vorderen Listenplätzen und einer hohen Anzahl jüngerer Kandidaten startet die CDU in den Kommunalwahlkampf. Am Freitagabend stellte der Stadtverband die Wahlliste auf, die mit einer Ausnahme so genehmigt wurde, wie von Vorstand und Gemeinderatsfraktion vorgeschlagen.

Schwungvoll eröffnete die Stadtverbandsvorsitzende Ulrike Krämer die Sitzung und sagte: "Es macht Spaß, mit euch Verantwortung zu übernehmen." Auch Ulrich Lusche meinte, Ziel sei es, dynamisch in den Wahlkampf zu starten, ohne sich mit Formalien aufzuhalten. Ganz ohne ging es in der vom Kreisvorsitzenden Jürgen Rausch geleiteten Wahl aber nicht, und so hatte man die vorgeschlagene Liste mit 32 Kandidaten für den Gemeinderat in vier Blöcke mit je acht Personen unterteilt, über die gesammelt abgestimmt wurde, wo aber jeder Kandidat auf seinem Listenplatz bestätigt werden musste.

Jürgen Exner gewinnt Kampfabstimmung

Der erste Block ging wie vorgeschlagen durch, wobei Lusche auf Platz drei die höchste Zustimmung erhielt, die Unterschiede waren allerdings minimal. Im zweiten Block war Matthias Vollmer, der im Sommer gegen Ulrike Krämer für den Stadtverbandsvorsitz kandidiert hatte und am Ende nicht einmal als Beisitzer gewählt worden war, mit seinem 16. Platz nicht einverstanden. Er kandidierte für Platz zwölf gegen Jürgen Exner, Pastor der Baptistengemeinde, den er nicht kannte. Er gehe davon aus, dass zwölf CDU-Leute in den Gemeinderat kommen, deshalb wolle er für Platz zwölf kandidieren, sagte Vollmer. In der Stichwahl votierten aber 41 Anwesende für Exner, nur sechs für Vollmer.
In der anschließenden Wahl des Blocks war Vollmer dann der Einzige, der mehr Nein- als Ja-Stimmen bekam. Daher bewarb sich Kersten Schröder für Platz 16, für ihn folgte Anja Herzog auf Platz 23, und auf den nun freien Platz 31 kandierte Andreas Finke, Leiter der Arbeitsagentur, der bis dahin gar nicht auf der Liste stand, sondern nur für den Kreistag kandidieren wollte.
Mitglieder können die Themen priorisieren

Dem Rest der Liste stimmten die Mitglieder wie vorgeschlagen zu, ebenso der Liste für den Kreistag, so dass Jürgen Rausch am Ende, Bezug nehmend auf Gerüchte, die Wahl könnte schwierig werden, sagen konnte: "Wir sind uns einig in dem, wer wir sind, was wir wollen und was wir leisten können."

Ulrich Lusche gab zu bedenken, anders als bei früheren Kommunalwahlen, gebe es nun einen OB, der zwar nicht Mitglied der SPD sei, aber ihr nahestehe. "Für den nächsten Gemeinderat ist es deshalb wichtig, dass es eine starke politische Kraft gibt, die die Verhältnisse zum Stadtoberhaupt und der ihm nahestehenden Fraktion auspendelt", sagte Lusche.

Zu den Wahlkampfthemen hat der Vorstand eine Liste vorgelegt, auf der die Mitglieder ihre Prioritäten setzen können, auch online über die Homepage. Die Zuhör-Tour der CDU soll fortgesetzt werden, auch über den Wahlkampf hinaus.

Die Listen
Gemeinderat Lörrach:
1. Ulrike Krämer, 2. Petra Höfler, 3. Ulrich Lusche, 4. Bernhard Escher, 5. Xaver Glattacker, 6. Chris Kiefer, 7. Yvonne Sommer, 8. Oliver Lehmann, 9. Roman Gayer, 10. Dieter Astholz, 11. Kazim Ciftdogan, 12. Jürgen Exner, 13. Anne Dessenne, 14. Adrian Prizius, 15. Stefan Hupfer, 16. Kersten Schröder, 17. Hannah Bonhoeffer, 18. Alfred Kirchner, 19. Ingo Heinze, 20. Verena Höfle-Lamers, 21. Eric Strohmeyer, 22. Elke Fester-Schreiber, 23. Anja Herzog, 24. Aron Bühler, 25. Marc Renk, 26. Jan Thomas Hebding, 27. Volker Glissmann, 28. Lucia Schreiber, 29. René Rudorff, 30. Duygu Kiefer, 31. Andreas Finke, 32. Markus Hofmann.

Kreistag:
1. Gudrun Heute-Bluhm, 2. Bernhard Escher, 3. Hans Peter Hüttlin, 4. Andreas Finke, 5. Xaver Glattacker, 6. Walther Schwenzer, 7. Elke Fester-Schreiber, 8. Dieter Astholz, 9. Kersten Schröder, 10. Yvonne Sommer, 11. Chris Kiefer, 12. Kazim Ciftdogan, 13. Oliver Lehmann, 14. Ingo Herzog.

Ansprechpartnerin

Ulrike Krämer

+49 7621 52042
u.kraemer66@gmail.com

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