Die "Zuhör-Tour" führte die CDU in den Ortsteil / Schule und Verkehr gehören zu den Themen dort.


Chris Kiefer (von links), Ulrike Krämer und Pitt Höfler bei der „Zuhör-Tour“ in Brombach. Foto: Heidemarie Wussler

LÖRRACH-BROMBACH. Die zweite Station der "Zuhör-Tour" der CDU war der Ortsteil Brombach. Mehr als ein Dutzend Interessierte waren zusammen gekommen, um mit der Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands Ulrike Krämer, Pitt Höfler und Chris Kiefer zu diskutieren.

Als ein Thema, das im Ortsteil unter den Nägeln brennt, nannte Krämer die Zukunft der Hellbergschule. Bei der Schulentwicklungsplanung sei zu überlegen, wie und wo investiert werde. Wichtig war den Anwesenden, darunter viele CDU-Mitglieder, dass der Standort der Schule bleibt, die Hellbergschule weiter läuft und die Realschule im Hinterkopf bleibt, auch wenn sie kurzfristig nicht genehmigt wird. Herbert Piorr fragte nach, was mit den Flächen sei, die die Stadt rund um die Schule erworben habe. Die wären doch für eine Schulerweiterung interessant. Die Vorsitzende will der Frage nachgehen.

Für die Kommunalwahl 2019 gab es bislang vier CDU-Kandidaten für den Ortsteil, am Zuhör-Abend kamen zwei dazu. Ulrike Krämer rief dazu auf, Leute zum Mittun zu motivieren. Angemerkt wurde, dass der Stadtrat hinter den Beschlüssen des Ortschaftsrates stehen sollte – das klappe nicht immer. Krämer betonte, es sei wichtig, bei strittigen Themen den Kontakt mit den Stadträten zu suchen. Oft gebe es bei Entscheidungen Aspekte, die gegen Brombach sprächen, das heiße aber nicht, dass das Gremium gegen den Ortsteil sei. Es gebe viele Interessen abzuwägen. Herbert Piorr monierte das Vorgehen bei geplanten Baugebiet Bühl III. Nachdem Land gekauft wurde, habe die Stadt nun festgestellt, dass der Denkmalschutz hinzugezogen werden müsse, um den Boden rund um die Römervilla zu prüfen. Das ziehe doch zumindest Bauverzögerungen nach sich.

Zur Verkehrsberuhigung sagten die Brombacher ein klares "Jein". Mehrheitlich war man der Meinung, dass Tempomessungen an wechselnden Stellen oder eine Straßenverengung mehr brächten als ein stationärer Blitzer. Die beste Lösung sei eine andere Verkehrsführung, damit die Umgehungsstraße besser angenommen werde. Alfred Kirchner wies darauf hin, dass mit Problemen zu rechnen sei, wenn die Klinik gebaut werde. Man war sich einig, dass die Anbindung der L138 an die B 317 vor Baubeginn fertig sein müsse. Krämer versicherte, dies werde von Stadt und Kreis vorangetrieben. Mit dem Ortsbus sind die Brombacher zufrieden, die Nutzung nehme zu.

CDU-Tour
Die nächste Station auf der Zuhör-Tour ist der Ortsteil Haagen. Am 23. November findet um 15.30 Uhr ein für alle offener Workshop unter dem Titel "Wie wollen wir leben? Quartiersentwicklung neu denken – Ist Inklusion die Antwort auf demografische Herausforderungen?" in der Werkstatt der Lebenshilfe statt. Geleitet wird er von Simone Fischer, Mit-Initiatorin von Quartier 2020. Anmeldung bis 16. November: pitt.hoefler@web.de. Um 14 Uhr ist für eine begrenzte Teilnehmerzahl eine Besichtigung der Lebenshilfe. Auch dazu sollte man sich anmelden.

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