Lörrach-Brombach - Um die Sorgen der Bürger direkt vor Ort zu ergründen, hat der CDU-Stadtverband vor der Kommunalwahl eine Zuhör-Tour gestartet. Am Mittwoch machte diese in Brombach in der Gaststätte „El Greco“ Station.


Das Vorstandsteam des CDU-Stadtverbandes (v. l.): Chris Kiefer, Ulrike Krämer und Petra Höfler.
Foto: Gottfried Driesch

Die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Ulrike Krämer, hatte zu der Zusammenkunft eingeladen. Mit ihr saßen zwei ihrer drei Stellvertreter, Petra Höfler und Chris Kiefer, am Vorstandstisch. Unter den rund 20 Teilnehmern der Veranstaltung befanden sich überwiegend Mitglieder der CDU.

Krämer fragte zunächst nach den Wünschen zum Schulentwicklungsplan. „Wir müssen den Schulstandort in Brombach auf jeden Fall erhalten“, war Krämers Ansicht. Sie glaube nicht, dass eine Realschule in Brombach das Schulzentrum in Steinen ernsthaft gefährden werde. Diese Einwände hatte die Steinener Schule beim Kultusministerium vorgebracht, weswegen die Realschulpläne vom Ministerium abgelehnt wurden. Karl Weber, Ortschaftsrat in Brombach, forderte, bei der Entwicklung der Hellbergschule zu einer echten Realschule nicht nachzulassen.

Herbert Piorr, ebenfalls Brombacher Ortschaftsrat, informierte, dass die Stadt Lörrach schon vor Jahren Grundstücke und Häuser rund um die Hellbergschule für eine Erweiterung aufgekauft habe. Krämer und Höfler zeigten sich äußerst überrascht und wollen der Sache nachgehen.

„Wir brauchen noch Kandidaten bei der Kommunalwahl im kommenden Mai für den Ortschaftsrat Brombach“, sagte Ulrike Krämer und rief besonders Frauen auf, zu kandidieren. Die sechs Kandidaten, die sich bis jetzt gemeldet hätten, seien alles Männer. Krämer möchte versuchen, die Zahl der Kandidaten auf zwölf zu erhöhen. Da es keinen CDU-Ortsverband in Brombach mehr gebe, regte Piorr an, Mitgliederlisten aus Lörrach zu erhalten. Nur so sei eine gezielte Ansprache potenziellen Kandidaten möglich.

Karl Weber, Herbert Piorr und Alfred Kirchner sprachen außerdem die Verkehrsprobleme in Verbindung mit dem geplanten Zentralklinikum an. „Der Kreisel Steinen und das Hasenloch funktionieren schon jetzt nicht“, meinte Kirchner. Bevor man an das Klinikum gehe, müssten hier erst die Voraussetzungen verbessert werden. Krämer nahm die Stadtverwaltung in Schutz. Dort würde alles Erdenkliche für die Lösung dieser Probleme getan.

Der nächste Stopp der Zuhör-Tour ist am Freitag, 23. November, um 15.30 Uhr in der Werkstatt der Lebenshilfe in Haagen, Industriestraße 2-4. Dann geht es um Quartiersentwicklung, Inklusion und demografischen Wandel. Eine Anmeldung ist bis zum 20. November per E-Mail unter pitt.hoefler@web.de erforderlich (begrenzte Kapazität).

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