Blicks ins provisorische Depot in TumringenFoto: Meller Foto: Die Oberbadische

Lörrach (ra/ov). Der CDU-Stadtverband unterstützt das Anliegen von Museumsleitung und Museumsverein, trotz Corona-Krise und Finanzproblemen der Stadt das geplante Museumsdepot zu bauen. „Die Planung ist zu weit fortgeschritten – in ihr stecken allein schon 250 000 Euro – , als dass man das Vorhaben jetzt aufgeben sollte. Bei den ständig steigenden Baukosten wird das Projekt in ein paar Jahren wesentlich teurer kommen“, erklärt die Stadtverbandsvorsitzende Ulrike Krämer in einer Mitteilung.
Allein schon seiner Lage und Bedeutung im Dreiländereck wegen sei eine seit langem immer wieder aufgeschobene sach- und fachgerechte Lagerung der Exponate des Museums gerechtfertigt: „Es heißt nicht umsonst seit einiger Zeit Dreiländermuseum.“
Auch die hohe Eigenbeteiligung des Museumsvereins mit 250 000 Euro spreche dafür, den Bau im Gewerbegebiet Brombach jetzt zu realisieren, nicht zuletzt auch, um die von der EU fest zugesagten Fördermittel von knapp zwei Millionen Euro nicht zu verlieren. Denn deren Geltung sei zeitlich begrenzt. Schließlich könne auch die künftige Einsparung hoher Mietkosten für die immer wieder nur zeitweilig mögliche Unterbringung der Exponate in wechselnden Lagerstätten zur Amortisierung der Kosten beitragen.
Die CDU Lörrach ist gern bereit, so Krämer, in Abstimmung mit Museumsleitung und Museumsverein Aktivitäten zu unterstützen, die trotz der derzeit widrigen Umstände den Bau des Depots in absehbarer Zeit möglich machen könnten.

Rotary Club rechnet weiter mit Umsetzung
Der Rotary Club Lörrach hat zur neu aufgeflammten Diskussion um das Museumsdepot folgende Erklärung abgegeben: „Trotz der Corona-Krise, bei der kulturell nachhaltige Aufwendungen gegenüber anderen Belangen ins Hintertreffen zu geraten drohen, geht der Rotary Club Lörrach weiter von der Umsetzung des geplanten Museumsdepots aus.“
Seit langem haben sich die Lörracher Rotarier laut der Mitteilung mit großem bürgerschaftlichem Engagement für diesen dringend benötigten Neubau eingesetzt. Unter anderem vor vier Jahren mit einer bedeutenden fünfstelligen Spende der Mitglieder.
„Besonders motivierend war für uns – neben der Sicherung des kulturellen Erbes der Region, dass mit dem neuen Museumsdepot mehr als 50 000 Exponate einer interessierten Öffentlichkeit zur Nutzung offenstehen sollen. Oberbürgermeister Lutz hat uns zudem immer wieder versichern können, dass dieses in den Dreiländerregionen Europas einmalige Projekt nicht nur vom Museumsverein, sondern auch von ihm selbst, den Mitgliedern des Gemeinderates und sehr vielen Bürgern – auch in der Schweiz und in Frankreich – nachhaltig unterstützt wird“, schreibt der Rotary Club.
Nachdem inzwischen alle Fördermittel genehmigt seien, eine fertige Planung vorliege und die Kosten ganz konkret durchgerechnet seien, bedauert der Rotary Club „die verfrüht ausgelöste Diskussion um Sparmaßnahmen oder Streichungen“. Er geht „dennoch weiter davon aus, dass umgehend mit dem Bau begonnen werden kann – zumal nun auch der Museumsverein einen weiteren Teil-Finanzierungsplan vorgelegt hat“.

Ansprechpartnerin

Ulrike Krämer

+49 7621 52042
u.kraemer66@gmail.com

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