Lörrach - Unter dem Motto „Im Spannungsfeld von Tradition, Wettbewerb und regionaler Verankerung“ stand die Besichtigung der Privatbrauerei Lasser durch Mitglieder des CDU-Stadtverbands.


Die mögliche Umwidmung der Bergstraße in eine reine Fahrradstraße wird von der CDU kritisch gesehen. Foto: Kristoff Meller

Lörrach - Unter dem Motto „Im Spannungsfeld von Tradition, Wettbewerb und regionaler Verankerung“ stand die Besichtigung der Privatbrauerei Lasser durch Mitglieder des CDU-Stadtverbands.
Gast der Zuhör-Tour der CDU war Staatssekretärin Kathrin Schütz vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Stuttgart.
Beim Rundgang durch den Betrieb und das kleine Brauereimuseum erläuterte Geschäftsführer Andreas Walter die Geschichte des fast 170 Jahre alten Lörracher Unternehmens, das sich nun in sechster Generation im Familienbesitz befindet. Und noch immer wird, mitten in der Stadt und unter teils schwierigen Verkehrsbedingungen, das heimische Bier nach alter Tradition gebraut. Dabei hatte die Brauerei auch widrige Zeiten zu überstehen, so etwa, als in den beiden Weltkriegen die Ehefrauen für die Aufrechterhaltung der Arbeitsmöglichkeiten verantwortlich, ihren „Mann“ stehen mussten.
In der anschließenden Diskussion mit der Staatssekretärin, bei einem frisch gezapften Bier direkt aus dem riesigen Abfülltank, ging es vor allem um die Voraussetzungen, unter denen alteingesessene Betriebe ihre Konkurrenzfähigkeit an Standorten aufrecht erhalten können, die, anders als am Stadtrand gelegene Gewerbegebiete, mit Problemen wie Zufahrt und Verkehrsanbindung, Geräuschpegel, Geruchsbelästigung, Lagermöglichkeiten für Rohstoffe und Leergut, Parkplatzfragen oder Anwohnerwiderstand zu kämpfen haben.

Im konkreten Fall wurde auch der Fragenkomplex, die Bergstraße in eine reine Fahrradstraße umzuwidmen, kritisch hinterfragt. Die CDU bekennt sich zur Erhaltung der Traditionsunternehmen im regionalen Bereich und in der Stadt und sieht diese in der Pflicht, ein verlässlicher Partner für zukunftsorientierte Entwicklungsbedingungen zu sein, so die Vorsitzende des Stadtverbandes Ulrike Krämer.
Dies umso mehr, als wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze ein weiteres wichtiges Argument für den Wirtschaftsstandort Lörrach sind.

Ansprechpartnerin

Ulrike Krämer

+49 7621 52042
u.kraemer66@gmail.com

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