Klimaschutz konkret im Landkreis:

CDU-Kreistagsfraktion beantragt flächendeckende Wärmeplanung im Landkreis

Während Grüne und SPD im Landkreis den Antrag auf Ausrufung des Klimanotstands beantragt haben, wird die CDU-Kreistagsfraktion konkret.

Fridays for Future haben nicht geklagt, dass wir zu wenig geredet hätten, sondern dass wir zu wenig getan haben, so Gudrun Heute-Bluhm als umweltpolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses.

Sie räumte ein, dass die CDU auf Bundesebene in den vergangenen Jahren nicht eben das notwendige Tempo vorgelegt habe, jetzt aber kraftvoll einsteigt mit dem Beschluss des Bundesvorstands vom 16.9.2019 „ Klimaeffizientes Deutschland – Mit Innovationen in die Zukunft“

Der Einfluss des Landkreises sei vergleichsweise gering, nahezu auf eigene Gebäude und Straßen beschränkt, und auf die Möglichkeit, bei den Städten und Gemeinden zu werben.

Die CDU hat deshalb beantragt, im Landkreis modellhaft eine flächendeckende Wärmeplanung unter Regie der Energieagentur durchzuführen.

Klimanotstand einmal mehr in jede unsere Zeitungen zu bringen, ist nicht die Lösung. Selbst der grüne Umweltminister Untersteller weist darauf hin, dass es auf das konkrete Handeln ankommt. Unser Ziel muss hier sein,die Klimaneutralität eigener Liegenschaften bis 2050 zu erreichen und den European Energy Award in Gold anzustreben. Und wir wollen das, was wir im Bereich der Breitbandversorgung vorbildlich geschafft haben, auf den Klimaschutz übertragen. Wir müssen Leistungsfähigkeit der kleinen Kommunen stärken und die fachliche Betreuung bündeln.

Das Land konzentriert sich bisher mit dem neuen Klimaschutzgesetz auf größere Städte, zB bei der Förderung der Wärmeplanung. Dabei muss Flächendeckung im Landkreis unser Ziel sein. Für eine Kooperation in den Raumschaften sollte derdelbe Zuschuss gewährt werden wir für die Städte.
Alle Bürgermeister der CDU im Kreistag haben ihre Bereitschaft signalisiert, an diesem pragmatischen und zugleich anspruchsvollen Ziel mitzuwirken und auch die Freien Wähler im Kreistag signalisieren Zustimmung. Das ist eine gute Voraussetzung.

Ein gutes Omen ist, dass im Umweltausschuss gestern vereinbart wurde, die drei Klimaschutzanträge zu einem gemeinsamen Beschlussantrag zusammenzufügen. Nachdem jede Fraktion ihren Antrag nochmals kurz begründet hat und auch die in der Zuhörerschaft anwesenden Grandparents for Future zu Wort gekommen waren, war das Ziel klar: Kommunaler Klimaschutz konkret und konsensual 4mal K!

Ansätze und Beispiele gibt es im Landkreis genügend. In der Stadt Lörrach hat ßrqtion Energie bereits vor über 10 Jahren ein erfolgreiches Wärmenetz gebaut und eine kreisweite Wärmeplanung kann zB das Potenzial erkunden, das bereits vorhandene Evonik-Wärmenetz in andere Bereiche auszudehnen. Als weiteres konkretes Arbeitsfeld käme die Abwasserbeseitigung in Betracht. Hier hat das kleine Ilsfeld gezeigt, wieviel Wärme aus den Kanälen gewonnen werden kann.
Natürlich soll auch die Photovoltaik-Initiative des Landkreises integriert werden. Meine Vision war schon vor Jahren, die Fassade des Lörracher Rathauses mit Solarpaneelen zu sanieren und dafür ein Crowdfunding-Projekt nach Art der Bürgerenergiegenossenschaften aufzulegen.

All dies muss so begleitet werden, dass Kommunen einerseits und die Bürgerinnen und Bürger andererseits ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten erkennen und realisieren können. Immerhin bieten Bund und Land gute Zuschussmöglichkeiten für die Umstellung der Wärmeversorgung und anderer Investitionen in den Klimaschutz.
Wichtig sind K-K-K-K auf allen Ebenen!

Helfen Sie mit! Klimaschutz geht uns alle an und wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Ansprechpartnerin

Gudrun Heute-Bluhm

+49 171 3376839
gudrun.heute-bluhm@staedtetag-bw.de

Vorheriger Beitrag