LÖRRACH (ra) Die CDU-Stadtratsfraktion befürwortet das Projekt Lauffenmühle und stimmt deshalb den vorgesehenen überplanmäßigen Ausgaben von 120 000 Euro für dieses und 1,16 Millionen Euro für das kommende Jahr zu. Damit sollen nach einer Bestandsaufnahme der gegebenen Möglichkeiten dieses innerörtliche Areal umgestaltet und vor allem als Gewerbestandort entwickelt, darüber hinaus auch ein schonender Übergang zur Wohnbebauung in Brombach und Haagen entsprechend berücksichtigt und Flächen für einen Umzug des Werkhofs und eine Feuerwache Nord ausgelotet werden. Dass ein Großteil der bestehenden Bausubstanz wohl nicht mehr erhalten werden kann, müsse in Kauf genommen werden, wenn ein für Unternehmen attraktives, verkehrsgünstig gelegenes Gewerbegebiet entstehen soll, so die Meinung der CDU-Gemeinderäte. Sie setzen auf einen baldigen Beginn der Gesamtmaßnahme, „denn ein funktionierendes Gewerbe mit der Ansiedlung größerer und mittelständischer Betriebe ist für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Stadt Lörrach und ihre Standortsicherung eine entscheidende Voraussetzung.“
Was den Busverkehr in der Baslerstraße zwischen Aicheleknoten und Altem Marktplatz angeht, so spricht sich die Fraktion für die Weiterführung dieser bisherigen Busroute aus. Arzt- und Pflegeeinrichtungen in diesem Straßenabschnitt, die Nähe zu Museum, Stadtbibliothek, Stadtkirche und Burghof, zu den dortigen Geschäften und Hotels und zum Markt sprächen für die Beibehaltung dieser Wegstrecke, vor allem auch älterer Mitbürger wegen. Dem Prüfauftrag im Rahmen der Linien- und Fahrplangestaltung stimmt die CDU zu. In diesem Zusammenhang begrüßt sie auch die Äußerung von Oberbürgermeister Lutz zugunsten eines Kern- und eines erweiterten Bereichs Fußgängerzone mit unterschiedlichen Verkehrsregelungen.
Die angedachte Baumschutzverordnung halten die Christdemokraten nicht für zielführend. Sie teilen die Auffassung, dass im Rahmen des Klimawandels und der damit verbundenen Umweltgefährdung allen Anstrengungen zum Erhalt von Baumbestand und zur Luftverbesserung hohe Priorität eingeräumt werden muss. Hier habe die Stadt eine Vorbildfunktion, könne zudem im Zuge der Erstellung neuer Bebauungspläne schon im Vorfeld entsprechende Maßnahmen vorsehen. Positive Akzente setzen statt Verbote erlassen, heißt für die CDU also das Motto. So seien auch die Bürger zu motivieren, in ihrer privaten Umgebung Bäume zu pflanzen und Grün in ihren Gärten viel Raum zu geben. Ein Versuch lohne sich auf alle Fälle. Überzeugungsarbeit und Aufklärung ohne bürokratisches Vorgehen seien sicherlich die bessere Alternative.

Ansprechpartnerin

Ulrike Krämer

+49 7621 52042
u.kraemer66@gmail.com

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag